Festliches Tafelgesteck

Festliches Tischgesteck zur Kommunion, Konfirmation, zum Geburtstag oder sogar als Altargesteck

Zu manchen Gelegenheiten muss es einfach ein Gesteck in einer länglichen Schale sein, z.B. als Altargesteck, für ein festliches Blumenarrangement für eine lange Tafel. Oder vielleicht macht sich dieses Gesteck auch schön auf einer Geburtstagsfeier, wobei dann so viele Blüten verarbeitet werden könnten, wie das Geburtstagskind alt ist. Ebenso gut passt so ein Gesteck zur silbernen oder goldenen Hochzeit.

Lange, große Gestecke sind meistens schöner, wenn sie mit möglichst wenig Materialarten auskommen.

Sowohl für ein Altargesteck als auch für ein Tafelgesteck, darf das Gesteck nicht zu hoch sein. Bei einem Altargesteck muss man den Priester noch sehen können und bei einem Tafelgesteck möchte man sein Gegenüber noch sehen können.

Verschiedene Materialhöhen geben einen spielerischen Effekt, ebenso wirken ein paar Ranken verspielt.

Materialbedarf

  • eine längliche, rechteckige Schale
  • Weiße Weidengerten (wie im Beispiel), aber Sie können auch Zweige aus dem Garten verarbeiten, z.B. grüner Hartriegel, Blut-Pflaume, roter Hartriegel, schöne Lycesterie, Ranunkelstrauch, … solange es Zweige sind. Hautsache ist, dass die Farbe von Zweigen, Blumen und Schale harmonieren.
  • Sehr viele Rosen oder andere Blüten mit einem geraden Stängel.
  • Grüner Steckziegel, wenn Sie frische Zweige verarbeiten, grauer Steckziegel, wenn Sie mit getrockneten Weidengerten arbeiten (aber dann muss für jede einzelne Blüte ein Reagenzglas verarbeitet werden. Sie können in diesem Fall auch kurze Röhrchen verwendet werden, die im Steckziegel fast verschwinden und um die man etwas Moos platziert. Oder Sie entscheiden sich für eine Variation an Reagenzglaslängen. : Längere für die großen Blüten und kürzere für die kurzen Blumenstängel. Bei dieser Verarbeitungsweise stellt sich außerdem noch ein Glaseffekt ein.
  • ein gut schneidendes Messer
  • Blumenschere
  • Waldmoos
  • einige Ranken Waldrebe (Clematis) oder Passionsblumen, …
Blumenarrangement: festliches Tafelgesteck mit Rosen

Arbeitsanleitung

Mit frischen Zweigen aus dem Garten und grünen Steckziegel

  • Den Nass-Steckziegel ohne Druck für die Schale passend zurechtschneiden (sonst zerbricht die Schaumstruktur und die Steckmasse kann kein Wasser mehr speichern). Der Steckschaum sollte dabei bis 0,5 cm unterhalb des Schalenrands reichen.
  • Legen Sie nun den Steckziegel mit kaltem Wasser vollsaugen (ohne zu drücken). Das dauert seine Zeit.
  • Die nassen Steckmasse wieder in die Schale legen.
  • Auf die Steckmasse eine Lage Moos legen. Nicht zu dick, denn die Blumen und die Zweige müssen noch durchgesteckt werden können.
  • Die Blumen mit dem Messer schräg anschneiden, damit die Blumen so viel Wasser wie möglich aufsaugen können. Danach gleichmäßig über die ganze Schale verteilt unterschiedlich tief stecken, so dass alles schön aufgelockert aussieht. Bei einer sehr flachen Schale, die Blumenstängel evtl. noch weiter einkürzen, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Um das Feststecken der Blumen durch das Moos hindurch zu vereinfachen, kann man mit einem Holzspieß oder mit dem Messer kleine Öffnungen vorbohren.
  • Die Zweige verschieden lang zurechtschneiden und auch über die Schale verstreut feststecken. Arbeiten Sie vorsichtig, damit die Blumen nicht beschädigt werden. Wenn die Zweige statt der Blumen als erstes gesteckt werden, kann es sein, dass es knifflig wird, die Blumen festzustecken. Deshalb empfiehlt es sich, mit den Blumen zu beginnen. Außerdem lässt sich dann noch einfacher mit den Höherunterschieden im Verhältnis zu den Blumen spielen, um das Ganze aufgelockert und verspielt auszusehen lassen.
  • Falls einige längere Blumen sich zu sehr neigen, können Sie sie mit Zweigen stützen.
  • Das Ganze mit einigen Zweigen Clematis oder Passionsblume abrunden.

Mit weißen Weidengerten, Reagenzglas und grauem Steckziegel

  • Den grauen Steckziegel passend zur Schale zurechtschneiden, wobei oberhalb des Steckziegels noch 0,5 cm Platz bis zum Schalenrand bleiben sollte.
  • Eine Lage Moos auf den Steckschaum legen. Nicht zu dick, denn die Reagenzglas und die Zweige müssen noch durchgesteckt werden können.
  • Die Reagenzgläser über die Schale verstreut feststecken und mit Wasser füllen. Die Reagenzgläser lassen sich sehr einfach in den grauen Steckschaum drücken. Sollte an einigen Stellen das Moos zu dick sein, kann man mit einem Holzspieß eine Öffnung machen und dann das Reagenzglas feststecken.
  • Die Zweige verschiedenlang einkürzen und auch über die Schale verstreut feststecken.
  • Die Blumen mit einem scharfen Messer schräg anschneiden, damit die Blumen so viel Wasser wie möglich aufsaugen können, und in die Reagenzgläser stecken. In der Höhe variieren. Die Blumen in die zuvor festgesteckten Reagenzgläser stellen geht natürlich viel schneller, als sie direkt in die Steckmasse zu stecken. Deshalb werden in der anderen Version die Blumen vor den Zweigen gesteckt.
  • Falls die langen Blumen sich zu sehr neigen sollten (das passiert meistens, wenn man mir sehr kleinen Reagenzgläsern und recht langen Blumen arbeitet), können Sie sie mit einem extra-langen Zweig stützen.
  • Das Ganze mit einigen Zweigen Clematis oder Passionsblumen abrunden.
Blumenarrangement: festliches Tafelgesteck mit Rosen

Tipps zum Selbermachen von Gestecken:

Weiße Weidengerten sind in besseren Gartencentern oder in Hobbyläden erhältlich. Dabei handelt es sich um entrindete Weidenzweige, die dann nicht noch extra gefärbt oder gebleicht wurden.

Wenn Sie mit nassem Steckziegeln arbeiten, kann es vorkommen, dass die trockenen Zweige schnell Wasser ziehen und dass dann Ringe zurückbleiben, weil die gebleichten oder gefärbten Zweige besonders trocken sind. Bloß entrindete Zweige sind im Unterschied dazu etwas weniger trocken. Für gebleichte und gefärbte Zweige bietet sich daher die Variante mit den Reagenzgläsern besonders an. Bei frischen Zweigen aus dem Garten spielt diese Überlegung natürlich keine Rolle.

Wenn Sie Ihre Blumen nicht selbst frisch schneiden, sondern kaufen, stellen Sie sie natürlich ins Wasser, wenn Sie nach Hause kommen. Zusätzlich sollte man sie schon einige Stunden bevor sie verarbeitet werden anschneiden und in frisches Wasser stellen. So ziehen sie so viel Wasser wie möglich.

Wenn Sie Blumen nach dem Kauf nicht sofort verarbeiten möchten, stellen Sie sie nie in einen geschlossenen, feuchten Raum (z.B. Keller). Die Blumen nehmen dann zuviel Wasser auf und dann besteht die Gefahr, dass sie schimmeln und schneller verrotten.

Zu Weihnachten macht sich dieses Gesteck auch schön. Eine große Menge Rosen könnte zu dieser Jahreszeit aber recht teuer werden. Stattdessen könnte man mit rotem Hartriegel und kleine Christbaumkugeln arbeiten. Oder aber mit weniger Rosen und grau-grünen Tannenzweige oder Safarizweigen zwischen den Christbaumkugeln.

Zu Ostern kann man schön frisches Frühlingsgrün, z.B. Christrose oder Wolfsmilch, zwischen den Zweigen verarbeiten, oder kleine Frühlingsblumen mit der Zwiebel auf das Moos aufstecken, z.B. kleine Osterglocken, Traubenhyazinthen, mit Wachteleierschalen und Pflaumfedern abrunden.

Im Herbst empfehlen sich auch Zweige mit Beeren und Früchten dran, ebenso wie getrocknete Blütenstängel mit Samenkapseln dran, wie etwa die der Jungfer im Grünen. Dahlien machen sich auch gut in diesem Gesteck. Dann sollten Sie aber auf eine Sorte zurückgreifen, die nicht allzu groß ist (etwa Pompon-Dahlien). Nüsse und Kastanien lassen sich auch wunderbar verarbeiten.


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